Über €50.000 in 2020 investiert.

Wie lief 2020 finanziell für mich?

Ich schaue auf mein ETF Depot, Immobilien und P2P Kredite.

Wer oder was waren die Gewinner und Verlierer und wie viel habe ich in 2020 investiert?

In 2020 ist viel passiert. Corona war/ist das größte Thema – ich kann es nicht mehr hören. Während wir alle Anfang des Jahres Angst vor dem Virus hatten, haben die Börsen schon im Frühjahr aus allen Rohren gefeuert. Der Absturz der Börse war von kurzer Dauer. Ende 2020 sind die Kurse fast auf all-time high. Keine Ahnung ob sich die positive Stimmung auch im nächsten Jahr noch hält.

Auch ein neuer US Präsident hat die Börsenkurse nicht verunsichert, sondern im Gegenteil noch weiter befeuert. Die meisten Anleger sind wohl doch froh, dass Trump keine zweite Amtszeit als Präsident bekommt.

 

Wie haben sich die Ereignisse auf meine Investments ausgewirkt?

Hier in der kurzen Übersicht, die wichtigsten Ereignisse:

  • ETF Depot: Über €50.000 investiert
  • Immobilien: 1 neue ETW gekauft; c. €4.000 getilgt und €1.800 Cashflow nach Kosten erhalten
  • P2P Portfolio: €1.400 verdient

 

ETF Depot

Starten wir mit meinem ETF Depot. In absoluten Zahlen stellt es mit Abstand den größten Teil meines Nettovermögens dar.

In 2020 habe ich mit Abstand den höchsten Betrag investiert. Über €50.000. Das ging nur weil ich neben meinen regulären Investitionen auch an meine eisernen Reserven gegangen bin und zusätzliches Geld in Form von einem Bonus investiert habe.

Im Nachhinein hatte ich dieses Jahr ein echt glückliches Händchen. Im März, als die Kurse rund 20% tiefer standen habe ich ordentlich nachgekauft. Jetzt sind diese Käufe bereits fast 40% im Plus. Verrückt!

Hier kannst du über mein ETF Portfolio nachlesen:

Lies: Die „Bud Spencer“-Methode – Wie ich mein 6-stelliges Portfolio aufgebaut habe💸✅

Gewinner des ETF Depots: Alles!

Finanziell war es ein super Jahr für mein Depot. Sowohl mein MSCI World als auch mein MSCI Emerging Markets sind gut gelaufen. Schaue ich mir meine Gesamtperformance seit Beginn meiner Investitionskarriere vor 6 Jahren an, hat mein Depot einen unglaublichen IRR von 9,5% vor Steuern erzielt. Verglichen mit der langfristigen Marktrendite von durchschnittlich 7%, ist das ein sagenhaftes Ergebnis.

Verlierer des ETF Depots: Nichts.

Mir fällt wirklich nichts ein was ich als Verlierer benennen könnte. Vielleicht meinen Hang zum Market Timing. Das hat in 2020 als ich im März nachgekaut habe super geklappt, war natürlich aber nur Glück. Ich muss mich öfters zusammenreissen nicht weiter Market Timing zu betreiben.

 

Immobilien

Bei den Immobilien ging es emotional auf und ab. So war ich kurz davor ein Mehrfamilienhaus zu kaufen.

Lies: Mein erstes Mehrfamilienhaus?.

Der Verkäufer hatte es sich aber kurz vorher anders überlegt. Auch sonst sind viele Besichtigungen ins Leere gelaufen. Erst am Ende des Jahres hat es bei einer kleinen ETW geklappt. Eigentümer werde ich aber erst in Q1 2021. Mein Portfolio wächst auf 3 Einheiten.

Über das Jahr gesehen habe ich rund €4.000 getilgt und c. €1.800 an freiem Cashflow erhalten. Wertsteigerungen für die Immobilien rechne ich mir natürlich nicht mit ein.

Hier kannst du mein Portfolio nachlesen:

Lies: Für eine handvoll Dollar🤠 – meine ETW Nr. 2🚀

Lies: Meine erste Immobilie (ETW #1)🚀

Immobilien-Gewinner: Beharrlichkeit

Beharrlichkeit zahlt sich aus. Obwohl ich etliche Besichtigungen „umsonst“ gemacht hatte, kam am Schluss immerhin eine neue Wohnung bei rum. Die Wohnung ist an ein junges Pärchen vermietet und in einer ordentliche Lage in einem Vorort. Ich bin gespannt wie es läuft wenn der Wechsel von Nutzen und Lasten erfolgt.

Immobilien-Verlierer: Akquise!

Der wirklich anstrengendste Teil der Arbeit bisher. Und dieses Jahr habe ich öfters überlegt ob ich eine Besichtigung überhaupt durchführen soll oder nicht. Es geht zu viel Zeit für Besichtigungen drauf. Wer wie ich 300km entfernt vom Wohnort investiert, muss diesen Nachteil allerdings leider in Kauf nehmen. Im Klartext hat das für mich bedeutet rund 10x im Jahr einen Tag freizunehmen, morgens in den Zug zu steigen, eine Wohnung anzusehen und abends wieder zurückzufahren. Neben einer fordernden Arbeit ist das echt oft anstrengend. Ich hoffe aber dass es sich langfristig auszahlt.

 

P2P Kredite

Mein Mintos Investment lief in 2020 weitgehend selbständig. Nachdem nicht klar war wie sich Corona auf P2P auswirkt, bin ich analog einer sehr bewährten Investitionsstrategie vorgegangen: Abwarten und Tee trinken. Im Klartext: Ich habe alles weiterlaufen lassen ohne Anpassungen, Umschichtungen oder sonstigen Änderungen. Die gleiche Strategie habe ich verfolgt als es losging mit den Nachrichten um Kreditanbahner mit Rückzahlungsschwierigkeiten.

P2P-Gewinner: Es kam zu keinen größeren Verlusten?

Einen Gewinner zu küren fällt mir schwer. Wahrscheinlich ist der größte Gewinn dass es Mintos trotz kurzer Krise und etwas unruhiger Investoren immer noch gibt 🤦. Auf dem Papier habe ich immerhin rund €1.400 über das Jahr verdient.

P2P-Verlierer: Die Asset Klasse P2P.

Für mich ist P2P als Asset Klasse der Verlierer. Das basiert jetzt nicht auf irgendwelchen Statistiken, sondern nur auf meinem Bauchgefühl. Bei mir ist eine ordentliche Summe „in recovery“. Darunter leidet das P2P Image und es wird deutlich, dass ich mich wohl von einem signifikanten Teil des Geldes darin verabschieden kann. Deshalb frage ich mich häufiger selbst ob ein IRR von knapp 11% (unter der Voraussetzung dass es zu keinen Ausfällen kommt) gerechtfertigt ist. Es könnte sein, dass ich in 2021 die Wiederanlage von Geldern stoppen werde um meine Aktivität bei Mintos langsam auslaufen zu lassen.

Hier kannst du nachlesen wie ich fast 11% Rendite mit Mintos verdient habe:

Lies: Meine Mintos Einstellungen für 10,8% Rendite

 

War 2020 finanziell für euch auch ein gutes Jahr?

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